VTI-Software hebelt Pairing CI+ Restriktionen von Sky aus

Wir geben Hinweise wie Ihr Aufnahmen unverschlüsselt aufzuzeichnen und verarbeiten könnt.
Antworten
Benutzeravatar
Ralf
Inhaber HS
Beiträge: 10649
Registriert: 13.08.2005, 15:23

VTI-Software hebelt Pairing CI+ Restriktionen von Sky aus

Beitrag von Ralf » 17.07.2015, 13:11

Hallo ich habe heute diesen interessanten Artikel in der SatVision gelesen:

http://satvision.de/ratgeber-und-worksh ... d-aus-2651
VTI-Software hebelt trotz Pairing CI+ Restriktionen von Sky und HD+ aus
Einschränkungen aufgehoben


Anfang des Jahres sorgte die erstmalige CI+ Unterstützung der Dreambox DM7080 HD wie zuvor schon diejenige der Unibox HD eco+ für Aufsehen. Nun ziehen die beliebten VU+ Receiver nach und bieten über das illegale Image VTI 8.2 ebenfalls die Möglichkeit, offizielle CI+ Module zu nutzen und zwar mit den Modellen Solo², Duo² und Solo SE. Die CI+ Unterstützung erstreckt sich dabei auf sämtliche Anbieter, die CI+ Module ausgeben, also Sky, HD+ und einige Kabelnetzbetreiber wie Unitymedia und Kabel Deutschland. Gerade bei Sky-Kunden sind solche alternativen Empfangslösungen besonders gefragt seit der Unterföhringer Pay-TV-Anbieter im letzten Jahr durch einen groß angelegten Kartentausch das Pairing eingeführt hat. Durch das sogenannte Pairing wird die Abokarte mit der zertifizierten Hardware, also dem Sky-HD-Receiver oder dem Sky-CI+ Modul, „verheiratet“ und ist fortan nur noch darin nutzbar. Da der zertifizierte Sky-Receiver bei Ausstattung, Funktionsumfang und Bedienkomfort Linux-Boxen deutlich unterlegen ist und das Sky-CI+ Modul bei der Nutzung in zertifizierten Geräten Restriktionen wie eine Aufnahmesperre implementiert, wollen sich viele Abonnenten nicht mit diesen Empfangswegen anfreunden. Da die Restriktionen bei der Nutzung des CI+ Moduls in einem VU+ Receiver ausgehebelt werden, stellt diese Vorgehensweise für zahlreiche Abonnenten eine langersehnte Alternative dar. Zudem hält sich aktuell das Gerücht, dass Sky noch in diesem Sommer alle ausgegebenen Abokarten mit der zertifizierten Hardware verheiraten wird, so dass die Nutzung in alternativen CI-Modulen nicht mehr möglich ist.

Die VU+ Boxen sind wie alle Receiver mit einem offenen Linux-Betriebssystem mit CI 1.0-Schnittstellen ausgestattet, die den CI+ Standard nicht unterstützen. Zudem ist für diese Boxen eine offizielle CI+ Zertifizierung auch in Zukunft nicht zu erwarten. Die nun mögliche CI+ Unterstützung erfolgt somit nicht auf offiziellem Weg, vielmehr wird ein manipulierter CI+ Lizenzcode genutzt, der die Restriktionen aushebelt. Der Anwender sollte sich also bewusst sein, dass er mit der Nutzung des CI+ Moduls in seiner VU+ Box nicht allein gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Pay-TV-Anbieters verstößt sondern auch eine manipulierte CI+ Lizenz nutzt.

Im Unterschied zu der Dreambox DM7080 HD wird die CI+ Unterstützung bei den VU+ Receivern nicht durch ein einzelnes Plugin implementiert, sondern indem ein vollständiges Image aufgespielt wird und zwar das VTI 8.2. Anwender, die auf ihrer VU+ Box ein anderes Image wie OpenATV oder OpenPLi installiert haben, müssen sich also an eine neue grafische Nutzeroberfläche gewöhnen. Die CI+ Unterstützung ist nur für die Receiver VU+ Solo2 (ab € 260,-), VU+ Duo2 (ab € 320,-) und VU+ Solo SE (ab € 165,-) möglich, also die Modelle mit einem Dualcore-Prozessor. Das VTI 8.2-Image kann zwar auch auf ältere VU+ Boxen wie die Solo oder die Duo aufgespielt werden, weist in diesen Fällen aber keine CI+ Unterstützung auf.

Installation und Anwendung

Das VTI 8.2-Image ist über diverse Internet-Suchmaschinen in Sekundenschnelle gefunden und kann ganz ohne Registrierung kostenlos heruntergeladen werden. Über die gängigen Suchmaschinen findet der Anwender die betreffenden Seiten problemlos. Die Datei hat eine Größe von etwa 130 Megabyte. Sie wird mit einem Komprimierungsprogramm wie beispielsweise WinZip entpackt und anschließend auf einen USB-Stick kopiert, der vorher im FAT32-Dateisystem formatiert wurde. Der USB-Stick wird daraufhin in eine der USB-Schnittstellen des ausgeschalteten Receivers gesteckt. Nachdem der Receiver über den Netzschalter eingeschaltet wurde erscheint im Display die Aufforderung, den Standby-Schalter zu drücken. Dieser wird Folge geleistet, woraufhin die Installation beginnt. Im Anschluss daran bootet der Receiver automatisch neu.

V14-Abokarten von Sky können unter VTI 8.2 mit dem offiziellen CI+ Modul in den CI-Schnittstellen der Solo SE, Solo2 und Duo2 betrieben werden. Dabei ist es unerheblich, ob die Smartcard bereits gepairt wurde oder noch nicht gepairt ist. Anwender, deren Abokarte noch nicht gepairt wurde, sollten allerdings beachten, dass die Karte unter Umständen mit dem CI+ Modul „verheiratet“ wird sobald sie mit diesem in den CI-Schacht gesteckt wird. Hier ist also Vorsicht geboten. Besonders praktisch ist der Umstand, dass die Jugendschutz-PIN der Karte einmalig im Menü hinterlegt wird und im Anschluss nicht bei jedem Senderwechsel von Neuem eingegeben werden muss.

Aufnahmen

Die CI+ Funktion dürfte aber hauptsächlich für Anwender interessant sein, deren Abokarte bereits gepairt wurde, da sie nicht nur den Betrieb eines offiziellen Sky-Moduls in der entsprechenden VU+ Box ermöglicht, sondern dabei gleichzeitig die Restriktionen aushebelt, die den Sky-Empfang via Modul für viele Anwender bislang unattraktiv erscheinen ließen. So ist unter VTI 8.2 nicht nur zeitversetztes Fernsehen via Timeshift möglich, sondern auch Direktaufnahmen sowie Timerprogrammierungen. Auch das Vorspulen innerhalb der Aufnahmen steht dem Anwender unter VTI 8.2 offen. Weiterhin werden die aufgezeichneten Inhalte unverschlüsselt abgelegt, so dass sie auch auf anderen Geräten wiedergegeben werden können. Eine Einschränkung gibt es für den Anwender bei der Aufnahme dann doch: Während der Aufzeichnung eines Sky-Programms kann nämlich nicht auf einen anderen Sky-Sender umgeschaltet werden, sondern lediglich auf einen Free to Air-Kanal. Analog verhält es sich wenn ein Sky-Sender gestreamt wird.

Andere Anbieter

Nicht nur Sky setzt auf den CI+ Standard, sondern auch viele weitere Anbieter verschlüsselter Programminhalte. So nutzen etwa auch die großen Kabelnetzbetreiber wie Kabel Deutschland und Unitymedia sowie die Satellitenplattform der privaten HD-Sender HD+ Module, die für CI+ Schnittstellen ausgelegt sind. Diese können ebenfalls unter VTI 8.2 in den CI-Schächten der entsprechenden VU+ Boxen genutzt werden. Im Gegensatz zum Sky-Modul sind hierbei sogar parallele Aufnahmen verschlüsselter Sender und somit auch das Umschalten auf ein anderes verschlüsseltes Programm während der Aufnahme möglich. Dies gilt selbstverständlich nur für Receiver, die mit mindestens zwei Empfangstunern ausgestattet sind.
Anwender haben auch die Möglichkeit, zwei CI+ Module, also beispielsweise Sky und HD+, parallel in der VU+ Duo2 zu nutzen und dabei mit Zuweisungen zu arbeiten, sprich Programme einem CI-Schacht zuzuordnen, was eine clevere Lösung darstellt.

Linux-Receiver – weiterer Hersteller

Mit den VU+ Boxen ist das Angebot an alternativen Receivern, mit denen der Empfang von Sky bzw. weiteren verschlüsselten Programminhalten auch ohne Restriktionen möglich ist, weiter angewachsen. Ausführliche Testberichte zu den drei hier besprochenen VU+ Receivern finden Sie übrigens in den SATVISION-Ausgaben März 03/2013 (Solo2), August 08/2013 (Duo2) sowie August 08/2014 (Solo SE). Andere Boxen mit alternativen Betriebssystemen, die eine inoffizielle CI+ Unterstützung bieten, haben wir in den Infoboxen auf dieser und der vorherigen Seite zusammengetragen. Als größerer Anbieter von Linux-Boxen fehlt GigaBlue, für deren Receiver unseren Recherchen zufolge zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses noch keine CI+ Unterstützung verfügbar war. Unseren Informationen zufolge arbeiten findige Entwickler aber bereits an einer entsprechenden Lösung. Sobald es dazu Neuigkeiten gibt werden wir in unserem Heft darüber berichten.
Mit freundlichen Grüßen

Ralf

Gehe zu Facebook...
Über ein “Like” würden wir uns sehr freuen.
Bild
Antworten

Zurück zu „VERSCHLÜSSELTE AUFNAHMEN? (SKY, HD+, Samsung, Panasonic)“