FAQ - DVR-Compress 1 und DVR-Compress 2 : SD kompriemieren

Installation, Bedienung und Probleme von DVR-Compress 1.x und 2.x
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Kimi
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FAQ - DVR-Compress 1 und DVR-Compress 2 : SD kompriemieren

Beitrag von Kimi » 26.11.2006, 15:46

In diesem FAQ-Bereich finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zu DVR-Compress.

:arrow: Besteht in der Demoversion eine Begrenzung der Funktionen?
Nein.
Es sind alle verfügbaren Funktionen ohne Einschränkungen für 30 Tage nutzbar.
Erst danach ist eine dauerhafte Aktivierung durch Erwerb eines Lizenzschlüssels nötig.

:arrow: Welche Qualität ist zu erwarten?
Das hängt von der Qualität des Ausgangsmaterials und der nötigen Kompressionsrate ab. Je höher die notwendige Kompressionsrate, desto schlechter wird die resultierende Qualität.
Liegt eine Aufnahme bereits mit einer niedrigen Datenrate vor (kleiner 2,5Mbit/s) dann wird sich das Resultat bereits bei geringer zusätzlicher Kompression subjektiv mehr verschlechtern, als eine Aufnahme mit hoher Datenrate (grösser 4Mbit/s).

:arrow: Was geschieht wenn die Aufnahmen einer DVD mit unterschiedlichen Datenraten vorliegen?
Alle Aufnahmen werden um den gleichen Prozentsatz komprimiert. Ist die gesamte DVD z.B. um 20% zu gross für einen Rohling, so werden alle Aufnahmen der DVD um 20% komprimiert. Dies unabhängig von den einzelnen Datenraten.

:arrow: Wo liegt die niedrigste Datenrate unterhalb der keine weitere Komprimierung möglich ist?
Dies hängt von der Auflösung ab in der gesendet wurde:
480x576: 1.4Mbit/s
704x576: 1.6Mbit/s
720x576: 1.7Mbit/s
Auch die Anzahl der Tonspuren ist ausschlaggebend, denn diese werden NICHT komprimiert.

:arrow: Was geschieht, wenn ein Titel nicht weiter komprimiert werden kann?
Wenn möglich werden - sofern vorhanden - die andern Titel etwas stärker komprimiert. Falls dies nicht genügt, wird die DVD für einen Rohling weiterhin zu gross sein und es es kommt dann leider erst vor dem Brennen zu einer Fehlermeldung.

:arrow: Woran ist eine zu hohe Kompression zu erkennen?
Generell ist bereits vor erreichen der niedrigsten technisch möglichen Datenrate die subjektive Qualität so schlecht, dass die Ausnutzung der maximalen Kompression keinen Sinn macht.
Sobald im Bild eine starke Blockbildung zu sehen ist oder Gesichter z.B. sehr verwaschen wirken, sollte von einer Komprimierung abgesehen werden und das Material besser auf mehrere DVD verteilt werden.

:arrow: Wie lange dauert ein Komprimierungsvorgang?
Es kann von ungefähr 15 Minuten ausgegangen werden (AMD Athlon 3,2GHz, moderne S-ATA Festplatte). Natürlich ist die Grösse des zu komprimierenden Materials, die Leistung der Rechner-CPU und die Geschwindigkeit der Festplatte(n) auch zu berücksichtigen.
Generell gilt: wenn Quell- und Zielpfad der Kompression auf zwei unterschiedlichen physischen Festplatten liegen (nicht nur auf 2 Partitionen der gleichen Festplatte) kann das den Vorgang um ca. 20% beschleunigen.
Der verfügbare Arbeitsspeicher (RAM) hat so gut wie gar keinen Einfluss auf die Dauer.

:arrow: Weshalb geht es so schnell? Rendern dauert sonst ja etliche Stunden?
DVR-Compress verwendet die bereits vorhanden MPEG-Bildinformationen und die Unterteilung der GOP-Struktur, um nur noch den Inhalt der einzelnen MPEG-Blöcke neu zu komprimieren. Dafür ist deutlich weniger Rechenleistung nötig.

:arrow: Worin liegen die Unterschiede zwischen Komprimieren und Rendern?
Beim Rendern wird jedes Einzelbild im Speicher als Vollbild abgebildet. Danach muss ein MPEG-Encoder die Differenzen und Bewegungsvektoren zwischen den Einzelbildern neu ermitteln und kann erst dann die GOP-Strukturen bilden und MPEG-Blöcke komprimieren. Von diesem ganzen Prozess benötigt die Ermittlung der Bewegungsvektoren bei weitem die meiste Zeit und Rechenleistung.
Beim Komprimieren kann können die GOP-Struktur und die Bewegungsvektoren beibehalten werden und nur noch die Bildinformationen der einzelnen MPEG-Blöcke muss neu komprimiert werden.

:arrow: Warum lassen sich manche DVDs grösser 9GByte nicht komprimieren?
Dies ist eine Limitierung im DVD-Standard. Danach dürfen einzelne Titel auf einer DVD max. 9 GByte gross sein. Eine DVD darf theoretisch jedoch bis zu 99 Titel enthalten.
Da DVR-Compress nur korrekte DVD-Strukturen komprimieren kann, kann es auch nur DVDs verarbeiten deren einzelne Titel kleiner 9GByte sind.

Lösung: definieren Sie in der Mitte der Aufnahme an geeigneter Stelle einen Schnittbereich und trennen Sie die Aufnahme in 2 Teil-Dateien auf (Funktion "Auftrennen" in der Menüzeile). Laden Sie dann beide Teile und definieren Sie ein Menü.
WICHTIG: Die Menüoption "Rücksprung" muss auf "Nein" gestellt werden.
Dann läuft die DVD automatisch vom 1. in den 2. Teil.
Komprimieren sollte nun möglich sein.

Technische Details zu diesem Thema:
Jeder Titel besteht aus max. 9 Teil-Dateien VTS_01_1.VOB bis max. VTS_01_9.VOB. Auch die internen Tabellen einer DVD (in den IFO-Dateien) können max. 9 Einträge enthalten. Jede dieser Teildateien ist nach Standard max. 1GByte gross. Werden nun mehr als 9 Teildateien erzeugt, können die überzähligen von DVR-Compress nicht gefunden werden, da sie in den internen Tabellen nicht aufgelistet werden können.
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